Was meinen Sie?
Kraftfresser?
Hab' ich nicht!
Oder doch?

  • Das schaff‘ ich nie
  • Das kenn‘ ich schon, das bringt nichts
  • Ich bin zu klein, zu schwach, zu alt, zu dick .....
  • Heute ist nicht mein Tag
  • Hier mag mich sowieso niemand
  • Das darf keiner erfahren
  • Ich bin ein Versager
  • Dazu bin ich zu unsicher, zu blöd, zu ungeschickt ....
  • Das ist unter meiner Würde
  • Ohne Kaffee bin ich kein Mensch
  • Ich darf keine Fehler machen
  • Neues macht mir immer Angst
  • Ich kann mir keine Namen merken
  • Immer passiert mir das
  • Was denken die bloß über mich
  • Das klappt bestimmt wieder nicht
  • Was ich nicht selbst im Griff habe, geht sicher schief
  • Wenn ich Schwächen zeige, werde ich untergebuttert
  • ICH soll liebenswert sein?
Arbeitsmittel
Drucken Sie dieses Arbeitsblatt aus und nutzen Sie es in einem, dieser immer seltener werdenden Notfälle:
Kraftfresser
Was ich manchmal so glaube
Bei „glaube“ geht es nicht um Religion oder ähnliche Dinge. Hier geht es darum, was Sie selbst über sich glauben - jedenfalls so klammheimlich. Jedes Mal, wenn Sie etwas Negatives oder eine Einschränkung über sich selbst denken, ist es so, als wenn jemand den Stöpsel aus einer Luftmatratze zieht. Ihre Energie und Ihre Lust zum Handeln, fällt „pffffffft“ in sich zusammen. Etwas in Ihnen bereitet Ihr Scheitern vor. Aber egal aus welcher dunklen Ecke Ihrer Vergangenheit dieses Denken stammt - es hat heute keinen Platz mehr in Ihren Leben. Denn es stimmt - mit ziemlicher Sicherheit - nicht mit Ihrer heutigen Wirklichkeit überein.

Betrachten Sie solch einen Kraft fressenden „negativen Glaubenssatz“ als rote Ampel. Stopp - was passiert hier. Vielleicht entdecken Sie, welchen Nutzen solch ein Glaubenssatz in der Vergangenheit hatte. Wogegen er Sie beschützte oder wovor er Sie bewahrt hat - ganz früher, als Sie ihn so dringend brauchten.
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Einen neuen Bund schliessen.
Nachdem Sie diese überholte Überflüssigkeit bemerkt haben - schließen Sie einen neuen Bund - mit sich selbst. Setzen Sie ein Bild Ihrer tatsächlichen heutigen Realität an Stelle dieser Überflüssigkeit. Sie haben soviel Lebendigkeit an Bord, die nur darauf wartet, aktiv zu werden. Die haben Sie mit Sicherheit in der jüngeren Vergangenheit schon erlebt. Geben Sie dieser Lebendigkeit und dieser Kraft erneut festen Boden unter den Füßen.
Was soll ich jetzt machen?
  • Schreiben Sie den Kraftfresser auf und lesen Sie sich den Satz (möglichst vor dem Spiegel) mehrfach laut vor. Machen Sie aus geheimen Unsinn öffentlichen Unsinn.
  • Überlegen Sie, wovor Sie sich mit diesen Aussagen schützen - also welchen Nutzen Sie daraus ziehen (jaaaa - N u t z e n) - oder ...
  • bestätigen Sie mal wieder die hundertfach geäußerte Meinung eines Menschen, der Ihnen jetzt oder früher etwas bedeutet hat (Vater, Mutter, Lehrer, Oma, Onkel, Bruder, Schwester ... )
  • Erinnern Sie sich intensiv an eine Situation, in der Sie schon einmal eine gegenteilige Erfahrung gemacht haben (suchen Sie ruhig - Sie werden eine finden).
  • Lernen Sie, aus Niederlagen, Misserfolgen, Reinfällen und Enttäuschungen konstruktive Schlussfolgerungen zu ziehen.
Hilft Positives Denken?
Positives Denken wird für Sie einen nützlichen Effekt haben, wenn Sie es nicht mit Schönfärberei oder „man muss alles positiv sehen“ verwechseln. Eigentlich ist es bereits ein wichtiger Schritt, einen eigenen „Negativen Glaubenssatz“ im Augenblick seiner Entstehung klar zu erkennen und den tatsächlichen Grund des Vorhandenseins dieses Kraftfressers zu durchschauen.

Wenn Sie diesem schädlichen und überflüssigen Denken dann noch richtig „Contra“ geben wollen oder sich für eine große Herausforderung zusätzlich motivieren, achten Sie bei der Formulierung dieses Gedankens auf folgende Punkte.
Der Inhalt eines „Positiven Glaubenssatzes“ ist nützlich, wenn er
  • an Ihre tatsächlichen Fähigkeiten anknüpft
  • emotional stimmig ist
  • Ihrer eigenen Kontrolle unterliegt
  • nicht ständig durch das Leben widerlegt wird