Dimensionen meiner Lebensqualität
Überall wird so viel von Work-/Lifebalance geredet und es gibt dutzende von Seminaren und Bücher zu diesem Thema.
Der Psychotherapeut und Coach
Dr. K.W. Ehrhardt hat mit der Unterteilung des praktischen Lebens in 12 Dimensionen eine durchdachte und nützliche Arbeitsmethode zur regelmäßigen Bewertung der eigenen Lebensqualität geschaffen. Definieren Sie zunächst einmal, die Bedeutung der einzelnen Dimensionen für sich selbst. Wenn Sie klar beschreiben, was Sie im Idealfall in jeder Dimension erwarten, haben Sie eine gute Grundlage für ein Gefühl von Erfüllung bei einer späteren Beurteilung. Eine Person, in eine Familie eingebunden oder ein Single in der Großstadt haben eventuell eine sehr unterschiedliche Vorstellung von „Lebendigem Familienleben“. Und so ist es sicher auch mit den übrigen Definitionen. Finden Sie IHRE Interpretation der Begriffe.
Die folgenden Aussagen über Lebenszufriedenheit wurden der Website von Dr. Martin Seligman entnommen:
www.authentichappiness.sas.upenn.edu
Um Lebensqualität zu verstehen, ist es wichtig, einige der Komponenten zu verstehen, die einen Beitrag zu
Erfahrungen von Glück bei den meisten Menschen leisten. Einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Zufriedenheit sind
soziale Beziehungen. Menschen, die hohe Werte in der Lebenszufriedenheit haben, neigen auch dazu, enge und unterstützende Freundschaften und Familien zu haben, hingegen zeigen diejenigen, die keine engen Freunde oder Familie haben, mit höherer Wahrscheinlichkeit Unzufriedenheit. Natürlich kann der Verlust eines engen Freundes/einer engen Freundin oder eines Familienmitglieds Unzufriedenheit mit dem Leben hervorrufen und es kann einige Zeit dauern, bis man sich von dem Verlust erholt hat.
Ein weiterer Faktor, der die Lebenszufriedenheit der meisten Menschen beeinflusst, ist die
Arbeit oder die Schule, oder
die Leistung, die man in einer wichtigen Rolle, wie Hausfrau/Hausmann oder Grosseltern erbringt. Wenn sich eine Person an seiner oder ihrer Arbeit erfreut, unabhängig davon, ob diese bezahlt oder unbezahlt ist und fühlt, dass die Arbeit bedeutsam und wichtig ist, dann trägt das zur Lebenszufriedenheit bei. Wenn es bei der Arbeit aufgrund schlechter Umstände oder einer schlechten Passung mit den Stärken der Person, nicht gut läuft, dann kann das die Lebenszufriedenheit reduzieren. Wenn eine Person wichtige Ziele hat und daran scheitert, angemessene Fortschritte zur Erreichung der Ziele zu machen, dann kann das ebenfalls zu Unzufriedenheit führen.
Ein dritter Faktor, der die Lebenszufriedenheit der meisten Menschen beeinflusst, ist ein persönlicher -
Zufriedenheit mit sich selbst, seinem religiösen oder spirituellen Leben, dem Lernen, der Weiterentwicklung und der Freizeit. Für viele Menschen sind das Quellen von Lebenszufriedenheit. Wenn hingegeben diese Quellen von persönlicher Wichtigkeit frustriert werden, dann können sie mächtige Quellen von Unzufriedenheit sein. Natürlich gibt es zusätzliche Quellen von Zufriedenheit und Unzufriedenheit - manche sind den meisten Menschen gemeinsam, wie z.B. Gesundheit; andere hingegen sind für jedes Individuum einzigartig. Die meisten Menschen kennen die Faktoren, die bei ihnen zur Zufriedenheit oder Unzufriedenheit führen, allerdings kann das Temperament einer Person - eine generelle Tendenz, glücklich oder unglücklich zu sein - ihre Antworten färben.
Es gibt keinen einzelnen Schlüssel zur Lebenszufriedenheit, aber eher ein Rezept, das aus einer
Vielzahl an Zutaten besteht. Mit Zeit und ausdauernder Arbeit vebessert sich die Lebenszufriedenheit von Menschen üblicherweise. Menschen, die einen Verlust erlitten haben, erholen sich üblicherweise im Verlauf der Zeit wieder davon. Menschen, die eine nicht zufriedenstellende Beziehung oder Arbeit haben, nehmen häufig Änderungen vor, die über die Zeit ihre Unzufriedenheit verstärken. Eine Schlüsselzutat zum Glück sind soziale Beziehungen und eine andere Schlüsselzutat ist, wichtige Ziele zu haben, die aus den eigenen Werten abgeleitet werden und Fortschritte bei der Erreichung dieser Ziele zu schaffen. Für viele Menschen ist es wichtig, eine Verbindung zu etwas zu fühlen, das größer ist, als man selbst. Wenn eine Person dazu neigt, chronisch unzufrieden zu sein, dann sollte er/sie in sich selbst schauen und sich fragen, ob er/sie mehr positive Einstellungen dem Leben und der Welt gegenüber entwickeln sollte.
(Professor Ed Diener, Universität von Illinois)